Inwiefern kann Internet nachhaltig sein?

Das ist vermutlich die erste Frage, die Ihnen in dem Zusammenhang durch den Kopf schießt. Das Thema Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren immer mehr an Wichtigkeit gewonnen. Da das Internet natürlich nur mit Strom läuft, ist es ein ziemlicher Energiefresser. Eigentlich logisch, wenn man darüber nachdenkt, trotzdem ist das den wenigsten wirklich klar. Wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht, denken die meisten zuerst daran, Plastik zu sparen und weniger Auto zu fahren, Fakt ist aber, dass 10% des globalen Energieverbrauchs auf Kosten des Internets geht. Der Luftverkehr verbraucht weniger. Außerdem rechnet man damit, dass der Energiebedarf des Internets weiter steigen wird.

Was hat WordPress damit zu tun?

Das ist vermutlich die nächste Frage, die Sie sich stellen werden. Doch auch das ist leicht beantwortet: Rund ein Drittel aller Websites auf der Welt laufen über WordPress. Nun ist also klar, warum beim Thema Nachhaltigkeit im Internet WordPress im Fokus steht. Für alle die mit WordPress arbeiten bedeutet das, dass die Zukunft der Erde in Ihren Händen liegt.

Was bedeutet das konkret für Webseiten?

Es gibt Mittel und Wege Ihre Webseite klimafreundlicher zu gestalten. Nutzen Sie die, Ihnen zu Verfügung Stehenden, Werkzeuge. Vollkommen überladene oder komplexe Webseiten sind, abgesehen vom Design natürlich, im Hinblick auf Nachhaltigkeit überholt.

Mit diesen Maßnahmen können Sie den Energieverbrauch senken:

  • – Überprüfen Sie, welche Programmiersprache verwendet wurde, denn schon dort bestehen Unterschiede im Energiebedarf.
  • – Sorgen Sie dafür, dass Ihr Server nur die Höchstleistung gebraucht, wenn eine bestimmte Anzahl Besucher auf der Seite sind.
  • – Durchsuchen Sie Ihre Webseite nach Elementen, die einen hohen Datenverbrauch erzeugen.
    Beispiele hierfür sind Karten von Google Maps und automatische Verbindungen zu Social-Media-Netzwerken.
  • – Überlegen Sie, ob Sie die Bildergalerie wirklich brauchen oder ob manche Bilder nicht auch etwas kleiner ausreichend sind. Solche Einsparungen verringern die Ladezeit Ihrer Seite, was sich wiederum positiv auf das Ranking bei Suchmaschinen auswirkt.
  • – Entfernen Sie überflüssige Plug-ins. Wenn sie Programmierkenntnisse haben, gibt es auch die Alternative nur den Code von den Plug-ins etwas zu vereinfachen.
  • Nachhaltige Webseiten

    Ist es möglich, Nachhaltigkeit mit modernem Design und einer guten User Experience zu vereinen? Wirkt Ihre Webseite noch so, wie Sie es soll, mit weniger Bildern? Müssen es wirklich aufwendige Animationen und Schnickschnack sein?
    Die Antwort darauf lautet, ja, das Ganze ist vereinbar. Wie Sie in unserem Beitrag über die Webdesign Trends 2020 nachlesen können, gilt sowieso: Weniger ist mehr. Versuchen Sie sich da, wo es möglich ist, auf das Wesentliche zu beschränken.

    Hier finden Sie zwei Webdienste, bei denen Sie Ihre Webseite auf Nachhaltigkeit prüfen können:
    ecograder.com: Hier können Sie Ihre Webseite auf Seitengeschwindigkeit und Nachhaltigkeit überprüfen.
    websitecarbon.com: Misst den CO2-Ausstoß Ihrer Webseite anhand der übermittelten Datenmenge, der Energiequelle Ihres Hosters und Ihren Besuchern pro Monat.

Beitrag von Marieke Weisser